Teams-Transkription: aktivieren, herunterladen und was der Datenschutz dazu sagt

Die Teams-Transkription ist in Microsoft Teams eingebaut: Sie starten sie in der Besprechung über „Weitere Aktionen“, bestätigen die Sprache und laden das Transkript danach als .docx oder .vtt herunter. Ob die Option erscheint, entscheidet Ihre IT über die Besprechungsrichtlinie. Dieser Leitfaden zeigt alle Schritte, was in der Lizenz enthalten ist und was Sie bei DSGVO, § 201 StGB und Betriebsrat beachten sollten.

Person von hinten an einem Schreibtisch, auf dem Laptop läuft eine Videokonferenz mit sechs Teilnehmenden im Raster
Symbolbild (KI-generiert): Videokonferenz am Laptop.

Inhalt

  1. Was ist die Teams-Transkription?
  2. Teams-Transkription aktivieren und starten
  3. Transkriptionssprache auf Deutsch stellen
  4. Transkript herunterladen: Speicherort und Formate
  5. Option fehlt? Die häufigsten Gründe
  6. Was ist enthalten, was kostet extra?
  7. Datenschutz: DSGVO, EU-Datengrenze, § 201 StGB
  8. Betriebsrat: Mitbestimmung nach § 87 BetrVG
  9. Alternative: Teams-Besprechung mit AudiosTranscribe transkribieren
  10. Häufige Fragen
  11. Quellen

Kurz gesagt. Teams transkribiert Besprechungen ohne Zusatzlizenz, sobald die Transkription in der Besprechungsrichtlinie erlaubt ist (für neue Richtlinien ist sie laut Microsoft standardmäßig an). Sie starten sie über „Weitere Aktionen“ > „Aufzeichnen und transkribieren“ > „Transkription starten“; wer die Besprechung aufzeichnet, startet die Transkription automatisch mit. Das Transkript liegt danach im OneDrive der organisierenden Person und lässt sich als .docx oder .vtt herunterladen. KI-Zusammenfassungen kosten extra (Teams Premium oder Copilot). Rechtlich gilt: Informieren Sie alle Teilnehmenden und holen Sie ihr Einverständnis ein.

Was ist die Teams-Transkription?

Die Teams-Transkription wandelt das Gesprochene einer Besprechung in Echtzeit in Text um. Laut Microsoft Learn können Teilnehmende das Transkript nach der Besprechung mit Zeitstempeln und Sprecherzuordnung ansehen. Die Namen stammen aus den Teams-Konten der Teilnehmenden.

Drei Begriffe werden oft verwechselt:

Wichtig für die Praxis: Das Mitlesen in Echtzeit ist laut Microsoft nur in Teams für den Desktop verfügbar. In der mobilen App können Sie das Transkript nach dem Ende der Besprechung ansehen.

Ein Transkript ist noch kein Protokoll. Es enthält jedes Wort, auch Abschweifungen und Wiederholungen. Für ein Teams-Meeting-Protokoll mit Beschlüssen und Aufgaben müssen Sie den Text noch verdichten, von Hand oder mit einer KI-Zusammenfassung.

Teams-Transkription aktivieren und starten

Die Aktivierung hat zwei Ebenen: Ihre IT erlaubt die Funktion, Sie starten sie in der Besprechung. Laut Microsoft ist die Transkription eine Richtlinieneinstellung pro Organisator und Benutzer. Sie muss für die organisierende Person aktiviert sein und auch für die Person, die die Transkription startet.

1

Transkription in der Besprechungsrichtlinie zulassen

Öffnen Sie im Teams Admin Center unter „Besprechungen“ > „Besprechungsrichtlinien“ die gewünschte Richtlinie (für alle Benutzer ohne eigene Zuweisung die globale Richtlinie), schalten Sie „Transkription“ ein und klicken Sie auf „Speichern“. Für neue Richtlinien ist die Einstellung standardmäßig aktiviert. Diesen Schritt übernimmt Ihre IT.

2

Transkription in der Besprechung starten

Wählen Sie in der Besprechung „Weitere Aktionen“ und dann „Aufzeichnen und transkribieren“ > „Transkription starten“. Wenn Sie stattdessen die Aufzeichnung starten, beginnt die Transkription automatisch.

3

Gesprochene Sprache bestätigen

Wählen Sie die Sprache aus, die alle in der Besprechung sprechen, zum Beispiel Deutsch (Deutschland), und klicken Sie auf „Bestätigen“. Alle Teilnehmenden sehen eine Benachrichtigung, dass die Besprechung transkribiert wird.

4

Transkript nach der Besprechung herunterladen

Öffnen Sie in Teams den Chat der vergangenen Besprechung und wählen Sie „Zusammenfassung“ und dann „Transkript“. Wählen Sie über den Pfeil neben dem Download-Symbol das Format .docx oder .vtt aus. Standardmäßig dürfen Organisatoren und Mitorganisatoren herunterladen.

Für Admins. Per PowerShell aktivieren Sie die Transkription in der globalen Richtlinie mit Set-CsTeamsMeetingPolicy -Identity Global -AllowTranscription $true. Ob ein bestimmtes Konto die Voraussetzungen erfüllt, prüft das Diagnosetool für Teams-Transkripte im Microsoft 365 Admin Center. Geänderte Richtlinien greifen nicht immer sofort.

Wer darf starten, beenden und herunterladen?

Microsoft listet die Rechte im Support-Artikel zu Livetranskripten so auf:

TeilnehmendeStarten und beendenLive mitlesenNachher ansehenNachher herunterladen
OrganisatorJaJaJaJa
Person aus derselben OrganisationJaJaJaNein (Organisatoren können das in Stream freigeben)
Person aus einem anderen MandantenNeinJaNeinNein
Anonyme TeilnehmendeNeinNeinNeinNein

Beenden können die Transkription während der Besprechung der Organisator, Mitorganisatoren und Referenten. Verlassen alle die Besprechung, endet sie automatisch. Mit Teams Premium oder Copilot kann der Organisator außerdem beim Planen festlegen, wer aufzeichnen und transkribieren darf.

Transkriptionssprache auf Deutsch stellen

Die Genauigkeit hängt stark davon ab, dass die eingestellte „gesprochene Sprache“ zur tatsächlichen Sprache passt. Microsoft führt Deutsch (Deutschland) und Deutsch (Schweiz) als unterstützte Sprachen auf. Eine eigene Variante für Österreich steht nicht in der Liste.

So ändern Sie die Sprache während der Besprechung: „Weitere Aktionen“ > „Aufzeichnen und transkribieren“ > „Transkript anzeigen“, im Transkriptbereich „Spracheinstellungen“ öffnen, unter „Gesprochene Sprache in dieser Besprechung“ die Sprache wählen und „Aktualisieren“ klicken. Die Änderung gilt für Transkript und Untertitel aller Teilnehmenden.

Erkennt Teams, dass anders gesprochen wird als eingestellt, fordert es Organisator, Mitorganisatoren oder die Person, die die Transkription gestartet hat, zur Korrektur auf. Ein Transkript in eine andere Sprache übersetzen zu lassen (übersetzte Livetranskription) ist dagegen eine Funktion von Teams Premium.

Transkript herunterladen: Speicherort und Formate

Ist die Besprechung beendet, steht das Transkript laut Microsoft sofort im Kalendereintrag der Besprechung bereit, außerdem im Besprechungschat unter „Zusammenfassung“. Gespeichert wird es im OneDrive for Business der organisierenden Person (bei Kanalbesprechungen in SharePoint), zusammen mit einer eventuellen Aufzeichnung. Dort bleibt es, bis der Organisator es löscht oder eine Ablaufrichtlinie Ihrer Organisation greift.

Standardmäßig dürfen nur Organisatoren und Mitorganisatoren herunterladen. Administratoren können den Download von Aufzeichnungs- und Transkriptdateien aus OneDrive und SharePoint auch ganz sperren. Haben Sie eine Aufzeichnung ohne Transkript, können Besitzer des Videos laut Microsoft-Support auf der Player-Seite unter „Videoeinstellungen“ mit „Generieren“ nachträglich ein Transkript erstellen, sofern Ihre Organisation das nicht deaktiviert hat. Für Teilnehmende, die mobil dabei waren, empfiehlt Microsoft, die heruntergeladene Datei in den Besprechungschat hochzuladen.

Frau an einem Schreibtisch prüft ausgedruckte Besprechungsnotizen mit einem Stift, daneben ein Laptop und eine Tasse
Symbolbild (KI-generiert): Nach der Besprechung wird aus dem Transkript ein Protokoll.

Option fehlt? Die häufigsten Gründe

Ist „Transkription starten“ ausgegraut, zeigt Teams beim Schlosssymbol einen Hinweis. Laut Microsoft-Support sind das die typischen Ursachen:

Was ist enthalten, was kostet extra?

Die Transkription selbst ist Teil von Teams. Microsoft kennzeichnet in der Admin-Dokumentation nur einzelne Zusatzfunktionen als Teams Premium. Kostenpflichtig wird es bei der KI-Auswertung: Die intelligente Zusammenfassung (KI-Notizen und Folgeaufgaben) steht laut Microsoft Learn Benutzern mit einer Teams Premium- oder Microsoft Copilot-Lizenz zur Verfügung, und sie setzt eine aktivierte Transkription voraus.

FunktionVoraussetzung
Livetranskription, Download als .docx/.vttTeams, Transkription in der Richtlinie erlaubt
Übersetzte LivetranskriptionTeams Premium (beim Organisator)
Festlegen, wer aufzeichnen und transkribieren darfTeams Premium oder Copilot
Intelligente ZusammenfassungTeams Premium- oder Microsoft Copilot-Lizenz

Preise für Microsoft 365 Copilot (Stand: Oktober 2026)

Die folgenden Preise stammen von den offiziellen Seiten von Microsoft Deutschland, abgerufen am 2. Oktober 2026. Alle Preise verstehen sich pro Benutzer und Monat, zzgl. MwSt., und zusätzlich zur Lizenz eines berechtigten Microsoft-365-Tarifs.

AngebotJährliche AbrechnungMonatlich
Microsoft 365 Copilot Business (bis 300 Benutzer)18,20 €; Aktionspreis 15,60 € (Angebot gültig vom 1. Juli bis 31. Dezember 2026, Sonderpreis nur im ersten Jahr)21,84 € (Monatsabonnement)
Microsoft 365 Copilot (Unternehmen)26,00 €27,30 € (monatliche Zahlung, Jahresabonnement)

Preise ändern sich; maßgeblich ist die jeweilige Microsoft-Seite. Teams Premium wird separat lizenziert, den Preis nennen wir hier nicht.

Rechenbeispiel. Zehn Lizenzen Copilot Business zum Listenpreis kosten 10 × 18,20 € × 12 = 2.184 € pro Jahr zzgl. MwSt., zusätzlich zu den Microsoft-365-Lizenzen. Dafür erhalten Sie allerdings einen KI-Assistenten für die ganze Suite (Word, Outlook, Excel, Teams), nicht nur Besprechungszusammenfassungen.

Datenschutz: DSGVO, EU-Datengrenze, § 201 StGB

Ein Transkript enthält personenbezogene Daten: Namen, Stimmen, Meinungen, manchmal sensible Inhalte. Verantwortlicher im Sinne der DSGVO ist in erster Linie Ihre Organisation; Microsoft handelt für die Kerndienste als Auftragsverarbeiter.

Wo liegen die Daten?

Microsoft hat sich verpflichtet, Kundendaten und personenbezogene Daten seiner Unternehmens-Onlinedienste, darunter Microsoft 365, innerhalb der EU-Datengrenze zu speichern und zu verarbeiten. Sie gilt laut Microsoft für Kunden mit Registrierungsstandort in einem Land der EU oder EFTA, aber nicht für Kunden mit Multi-Geo-Funktionen. Microsoft dokumentiert außerdem begrenzte Fälle, in denen Daten die EU-Datengrenze weiterhin verlassen. Ob Ihr Mandant erfasst ist, klärt Ihre IT.

Rechtsgrundlage und Einwilligung

Die Datenschutzkonferenz (DSK) schreibt in ihrer Orientierungshilfe Videokonferenzsysteme (Stand 23.10.2020), dass für Aufzeichnungen die Rechtsgrundlage gesondert zu prüfen ist. Gibt es kein besonderes Dokumentationserfordernis, ist nach Auffassung der DSK regelmäßig eine Einwilligung in die Aufzeichnung und die weitere Verarbeitung erforderlich. Die Aufzeichnungsmöglichkeit gehört zudem in die Datenschutzinformationen.

Teams bietet dafür Werkzeuge: Mit der Richtlinie „Explizite Zustimmung zur Aufzeichnung“ müssen Teilnehmende aktiv zustimmen, bevor sie in Aufzeichnung und Transkript einbezogen werden. Die Einstellung ist standardmäßig aus. Admins können außerdem Ablaufzeiten für Aufzeichnungen und Transkripte festlegen und auf die eigene Datenschutzerklärung verlinken.

Strafrecht: Vertraulichkeit des Wortes

Nach § 201 StGB macht sich strafbar, wer unbefugt das nichtöffentlich gesprochene Wort eines anderen auf einen Tonträger aufnimmt. Die praktische Regel ist einfach: Informieren Sie alle Teilnehmenden und holen Sie ihr Einverständnis ein, bevor Sie aufzeichnen oder transkribieren. Die Teams-Benachrichtigung allein ersetzt keine klare Absprache.

Keine Rechtsberatung. Dieser Artikel gibt einen Überblick. Für Ihre konkrete Situation sprechen Sie mit Ihrer Datenschutzbeauftragten oder Ihrem Datenschutzbeauftragten und gegebenenfalls Ihrer Rechtsabteilung.

Betriebsrat: Mitbestimmung nach § 87 BetrVG

In Unternehmen mit Betriebsrat kommt eine weitere Frage hinzu. Nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG hat der Betriebsrat mitzubestimmen bei der „Einführung und Anwendung von technischen Einrichtungen, die dazu bestimmt sind, das Verhalten oder die Leistung der Arbeitnehmer zu überwachen“, soweit keine gesetzliche oder tarifliche Regelung besteht.

Ein Transkript dokumentiert, wer wann was gesagt hat. Ob die Transkriptionsfunktion in Ihrer Konfiguration unter diese Vorschrift fällt, ist eine Frage des Einzelfalls. Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts genügt es, dass eine Einrichtung objektiv zur Überwachung geeignet ist; auf die Absicht des Arbeitgebers kommt es nicht an. Funktionen, die festhalten, wer was gesagt hat, gelten deshalb in der Praxis regelmäßig als mitbestimmungspflichtig. Klären Sie das, bevor Sie die Funktion für alle freischalten: Sprechen Sie frühzeitig mit dem Betriebsrat und halten Sie Zweck, Zugriffsrechte und Löschfristen schriftlich fest, etwa in einer Betriebsvereinbarung. Das gilt genauso für externe Transkriptionstools.

Alternative: Teams-Besprechung mit AudiosTranscribe transkribieren

Wenn Ihre Organisation die Transkription eingeschaltet hat und das Rohtranskript reicht, ist die Teams-Funktion die naheliegende Wahl: Sie ist in der Lizenz enthalten und ordnet Beiträge den angemeldeten Konten zu. Ein externes Werkzeug lohnt sich in anderen Fällen: Sie haben nur eine Aufzeichnung ohne Transkript, Sie wollen Teams-, Zoom- und Meet-Besprechungen an einem Ort sammeln, oder Ihre Organisation hat AudiosTranscribe als Werkzeug freigegeben. Ist die Transkription in Teams bewusst gesperrt, klären Sie vorher mit IT, Datenschutz und gegebenenfalls Betriebsrat, ob eine Aufnahme zulässig ist.

Aufnehmen mit der Windows-App

Die Windows-App von AudiosTranscribe (Windows 10 und 11) nimmt Systemton und Mikrofon gleichzeitig auf Ihrem PC auf. Es tritt kein Bot der Besprechung bei. Nach dem Senden wird die Aufnahme transkribiert, das automatische Senden ist optional. Eine Echtzeit-Transkription bietet AudiosTranscribe nicht. Weil Teams in diesem Fall keine Benachrichtigung anzeigt, gilt umso mehr: Informieren Sie alle Teilnehmenden und holen Sie ihr Einverständnis ein.

Eine vorhandene Teams-Aufzeichnung hochladen

Laden Sie die Aufzeichnung aus OneDrive oder SharePoint herunter, sofern Ihr Administrator den Download erlaubt, und laden Sie sie in AudiosTranscribe hoch (bis 500 MB, MP3, WAV, M4A, MP4 und weitere Formate). Für einen schnellen Test kurzer Dateien gibt es außerdem unser Tool Audio in Text umwandeln.

Was Sie bekommen

Wichtig: KI-Zusammenfassungen auf Deutsch bietet AudiosTranscribe derzeit noch nicht an. Für deutschsprachige Besprechungen erhalten Sie heute das Transkript mit Stimmentrennung, das Protokoll schreiben Sie daraus selbst.

KriteriumTeams-TranskriptionAudiosTranscribe
KostenIn Teams enthalten120 Min. pro Monat kostenlos, Team-Tarif 39 € pro Monat für den Workspace
VoraussetzungTranskription in der Teams-Besprechungsrichtlinie erlaubtKeine Teams-Richtlinie nötig; interne IT- und Datenschutzvorgaben gelten weiterhin
SprecherNamen aus den Teams-KontenStimmen automatisch getrennt, Namen per Klick
ZeitpunktLive während der BesprechungNach dem Senden der Aufnahme
KI-ZusammenfassungMit Teams Premium oder CopilotAuf Deutsch noch nicht verfügbar
Andere PlattformenNur TeamsAuch Zoom, Meet, Discord und hochgeladene Dateien
Teams-Aufnahme transkribieren, ohne Bot
Aufnahme hochladen oder mit der Windows-App aufnehmen: Transkript mit getrennten Stimmen, in Europa gehostet.
120 Minuten kostenlos testen
Keine Kreditkarte · Windows-App ansehen

Häufige Fragen zur Teams-Transkription

Wie aktiviere ich die Transkription in Teams?
Wählen Sie in der Besprechung „Weitere Aktionen“ > „Aufzeichnen und transkribieren“ > „Transkription starten“ und bestätigen Sie die gesprochene Sprache. Fehlt die Option, hat Ihre Organisation die Transkription in der Besprechungsrichtlinie nicht zugelassen. Administratoren schalten sie im Teams Admin Center unter „Besprechungen“ > „Besprechungsrichtlinien“ ein; für neue Richtlinien ist sie laut Microsoft standardmäßig aktiviert.
Wo wird das Teams-Transkript gespeichert und wie lade ich es herunter?
Teams speichert Livetranskripte im OneDrive for Business der Person, die die Besprechung organisiert hat (bei Kanalbesprechungen in SharePoint). Nach der Besprechung finden Sie das Transkript im Besprechungschat und im Kalendereintrag unter „Zusammenfassung“ > „Transkript“. Standardmäßig können Organisatoren und Mitorganisatoren es als .docx- oder .vtt-Datei herunterladen.
Zeigt Teams an, ob jemand transkribiert?
Ja. Sobald die Transkription startet, erhalten alle Teilnehmenden eine Benachrichtigung, dass die Besprechung transkribiert wird. Administratoren können zusätzlich eine explizite Zustimmung verlangen: Dann müssen Teilnehmende zustimmen, bevor sie in Aufzeichnung und Transkript einbezogen werden. Eine externe Aufnahme-App löst keine Teams-Benachrichtigung aus, informieren Sie die Teilnehmenden dann selbst.
Ist die Transkription in Microsoft Teams DSGVO-konform?
Das hängt vom Einsatz ab, nicht nur vom Werkzeug. Für Microsoft-365-Kunden mit Registrierungsstandort in der EU oder EFTA gilt die EU-Datengrenze, mit Ausnahmen, die Microsoft dokumentiert. Ihre Organisation bleibt verantwortlich: Rechtsgrundlage prüfen, Teilnehmende informieren, Aufbewahrung begrenzen. Die Datenschutzkonferenz hält bei Aufzeichnungen ohne besonderes Dokumentationserfordernis regelmäßig eine Einwilligung für erforderlich.
Brauche ich Teams Premium oder Copilot für die Transkription?
Für das Transkript selbst nicht. Die intelligente Zusammenfassung (KI-Notizen und Folgeaufgaben) setzt laut Microsoft eine Teams Premium- oder Microsoft Copilot-Lizenz voraus. Microsoft 365 Copilot Business kostet laut Microsoft Deutschland 18,20 € pro Benutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung, zzgl. MwSt., zusätzlich zu einem berechtigten Microsoft-365-Tarif (Stand: Oktober 2026).
Kann ich ein Teams-Meeting nachträglich transkribieren?
In vielen Fällen ja. Wer ein Video in OneDrive oder SharePoint besitzt oder bearbeiten darf, kann laut Microsoft-Support auf der Player-Seite unter „Videoeinstellungen“ mit „Generieren“ nachträglich ein Transkript erstellen; Deutsch (Deutschland) wird unterstützt. Ihre Organisation kann diese Funktion auf Mandantenebene deaktivieren. Alternativ laden Sie die Aufzeichnung herunter, sofern Ihr Administrator den Download erlaubt, und verarbeiten sie mit einem Transkriptionstool wie AudiosTranscribe.
Muss der Betriebsrat der Teams-Transkription zustimmen?
§ 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG gibt dem Betriebsrat ein Mitbestimmungsrecht bei der Einführung und Anwendung technischer Einrichtungen, die dazu bestimmt sind, das Verhalten oder die Leistung der Arbeitnehmer zu überwachen. Ob das für Ihre Konfiguration greift, ist im Einzelfall zu klären. Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts genügt es, dass eine Einrichtung objektiv zur Überwachung geeignet ist; auf die Absicht des Arbeitgebers kommt es nicht an. Funktionen, die festhalten, wer was gesagt hat, gelten deshalb in der Praxis regelmäßig als mitbestimmungspflichtig. Beziehen Sie den Betriebsrat frühzeitig ein. Dieser Artikel ist keine Rechtsberatung.

Quellen